8 Gesunde Gewürze aus deiner Küche

Kräuter und Gewürze gehören einfach zum Kochen dazu und haben neben dem leckeren Geschmack auch gesundheitliche Vorteile. Selbst die alltäglichsten Kräuter, die man wirklich in nahezu jeder Küche findet, können beim Abnehmen unterstützen oder sogar entzündungshemmend wirken. Wer Wert auf eine gesunde Ernährung legt, für den sollten Gewürze in Zukunft eine große Rolle spielen. Wir nennen das ganz liebevoll “natürliches Doping” und erklären euch welche 8 gesunden Gewürze ihr unbedingt immer auf Vorrat haben solltet.

Gesunde Gewürze Heilkräuter Gesunde Kräuter

Kurkuma - die goldene Knolle aus Fernost

Die Knolle mit der intensiven gelb-orangen Farbe kommt aus Indien und Südostasien und wird auch indischer Safran und Gelbwurz genannt. Weil die Pflanze zu den Ingwergewächsen zählt, ist Kurkuma auch als gelber Ingwer bekannt. Unser erstes gesundes Gewürz gibt es in Pulverform oder als Wurzel zu kaufen. Im Curry oder dem aktuellen Foodtrend Golden Latte schmeckt uns Kurkuma besonders gut.

Laut Studien wirkt das enthaltene Enzym Curcurmin entzündungshemmend und kann beispielsweise Entzündungen im Darm lindern. Aber nicht nur das: Kurkuma bringt auch Schwung in die Verdauung. Die Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass Nahrungsfette im Darm leichter verdaulich sind und ein Völlegefühl oder Blähungen gemildert werden. Bei erhöhten Leberwerten soll das gesunde Gewürz ebenfalls für Besserung sorgen (das Pulver gibt es auch in Kapseln für die tägliche Einnahme). In der Medizin hält sich außerdem hartnäckig die Überzeugung, dass Kurkuma bei Krebs und Alzheimer Erkrankungen eine positive Wirkung zeigt.

Zimt - das gesunde Gewürz vom Ceylon-Baum

Den Duft von Zimt verbinden wir automatisch mit Weihnachten und Backen, deshalb steht das braune Pulver immer bei uns im Regal. Habt ihr gewusst, das Zimt aus getrockneter Rinde des Ceylon-Zimtbaums gewonnen wird? Das sind die Zimtstangen, die bei uns gut und gerne auch mal als “gesundes Gewürz” im Glühwein landen ;) Spaß beiseite. Zimt regt den Darm an und sorgt für ordentlich Appetit - man fühlt sich weniger vollgefressen und pupst nicht mehr ganz so viel. Der zimtige Allrounder enthält übrigens auch das ätherische Öl Eugenol, dem eine desinfizierende Wirkung zugeschrieben wird (hilft z.B. gegen Fußpilz oder neutralisiert Gerüche in Schuhen). Nicht zu vergessen ist, dass sich der Blutzuckerspiegel durch den Genuss von Zimt reguliert und sinkt. Schon früher wurde Zimt gleichwertig mit Gold behandelt und schafft es für uns dank seines Multitalents definitiv auf’s Treppchen der gesunden Gewürze.

Cayennepfeffer - scharf macht gesund und schlank

Jetzt wird’s scharf! Cayennepfeffer wird aus Chilis der Sorte Cayenne gemahlen und ist für unseren Geschmack eindeutig schärfer als Pfeffer. Das scharfe rote Pulver ist hat es in sich, denn durch den enthaltenen Stoff Capsaicin entsteht das typische Brennen im Hals. Die Wärme- und Schmerzrezeptoren unserer Haut und der Schleimhäute werden stimuliert, wodurch wir das Gefühl haben, dass es brennt oder uns heiß wird. Bei Wärmepflastern kommt Capsaicin vom scharfen Chilipfeffer beispielsweise zum Einsatz, um Verspannungen oder Muskelschmerzen zu lösen. Cayennepfeffer gilt als gesundes Gewürz, da diese Stimulation die Durchblutung, den Kreislauf sowie die Verdauung angekurbelt. Ein ganz großer Vorteil für Scharfesser: Das Chilipulver härtet ab, da die Schmerzrezeptoren mit der Zeit unempfindlicher werden und es unterstützt euch ganz nebenbei auch noch beim Abnehmen. Durch die Hitze beim Essen verbrauchen wir mehr Energie als sonst und verbrennen automatisch Kalorien was das Zeug hält.

Knoblauch - macht das Herz stark

Mit Knoblauch schmeckt einfach alles besser und ist gesund gewürzt dazu. Wie der Name schon verrät, gehört Knoblauch zur Pflanzenfamilie des Lauchs und wird oft als natürliches Antibiotikum bezeichnet. Neben dem köstlichen Geschmack, verdient Knoblauch den Titel als Heilpflanze allemal: Er wirkt blutverdünnend und senkt den Blutdruck und schützt uns so unter anderem vor Schlaganfällen, einer Thrombose und wirkt positiv bei Herzkreislaufstörungen. Vielleicht habt ihr euch nach einer großen Portion Spgahetti aglio olio auch schon mal etwas schwach gefühlt (wenn ja - das kommt tatsächlich vom Knoblauch und nicht von zu viel Spaghetti). Ein gesundes Gewürz, das dank dem Stoff Allicin, ähnlich wie Antibiotika, Bakterien und Viren bekämpft sollte unserer Meinung nach einen festen Platz in der Küche haben.

Rosmarin - das würzig, herbe Aroma sorgt für Entspannung

Kommen wir nun zu den typischen Klassikern aus der Gewürzküche. Rosmarin schmeckt frisch und getrocknet lecker zu Kartoffeln oder auch im Cocktail. Wer ein Händchen für Pflanzen hat, kann die hübschen grünen Kräuter auf dem Balkon oder im Garten anbauen. Durch den Verzehr von Rosmarin wird die Verdauung angeregt und das enthaltene Rosmarinextrakt entspannt die Muskeln. Zudem löst dieses Extrakt Verspannungen und hilft bei Störungen der Durchblutung. Vom intensiven Aroma ganz zu schweigen, haut uns auch die Wirkung dieses gesunden Gewürzes um. Der Kreislauf kommt in Schwung und Rosmarin wirkt entzündungshemmend. Jackpot!

Basilikum - das grünblättrige Allroundtalent

Unsere neueste Erkenntnis ist, dass frischer Basilikum aus dem Supermarkt nicht direkt nach einem Tag in der Wohnung sterben muss. Einfach zuhause sofort in frische Erde Umtopfen und die Blätter immer kurz nach einer Verzweigung oberhalb abschneiden - neue Triebe entstehen und euer grüner Gewürzheld lebt ewig. Auch Königskraut genannt, macht Basilikum diesem Titel alle Ehre. Er wirkt nachweislich stressreduzierend, beruhigt den Magen, lindert Schmerzen und hemmt Entzündungen in den Gelenken. Selbst multiresistente Bakterien haben gegen das gesunde Gewürz keine Chance. Als Heilpflanze bekannt versorgt euch Basilikum mit wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen wie Kupfer und Vitamin C. Die grünen Blätter sorgen des Weiteren für einen besseren Schlaf und kämpfen gegen Migräne und Schwindel an. Selbst Regelschmerzen und Halsschmerzen sind dank der antibakteriellen und schmerzstillenden Wirkung des ätherischen Öls im Basilikum kein Problem für unser Power-Gewürz.

Oregano - ein natürliches Antibiotikum aus dem Kräutergarten

Schmeckt uns nicht nur auf Pizza 😉 Ein weiteres gesundes Gewürz, das man häufig der italienischen Kulinarik zuordnet. Die Pflanze hat kleine grüne Blätter und rosa/violette Blüten, weshalb sich Oregano auch gut als Deko macht. Das im Oregano enthaltene Öl wirkt wahre Wunder und hat einen ähnlichen Effekt wie ein starkes Antibiotikum. Dieser Pflanze bzw. dem Öl schreibt man eine ganze Litanei an positiver Wirkungskraft bei gesundheitlichen Problemen zu: Es wirkt antibakteriell, tötet Pilze ab, bekämpft Viren, lindert zusätzlich Schmerzen und lindert Entzündungen. Die Durchblutung wird durch die Einnahme ebenfalls gefördert. Was viele nicht wissen: Oregano schmeckt auch als Tee zubereitet lecker und hilft bei Verdauungsbeschwerden und versorgt euch mit Vitamin C.

Thymian - ätherisches Öl für eine gesunde Darmflora

Wer hätte es gedacht, auch die Nummer 8 unserer gesunden Gewürze gilt als Heilpflanze. Besonders bei Erkältungen mit Heiserkeit, Schnupfen und Husten kommt Thymian zum Einsatz, denn die antibakteriellen Eigenschaften, gepaart mit einer antibiotischen Wirkung, lösen den Schleim sanft. Noch dazu ist Thymian gut für die Darmflora und förderlich für die Verdauung von fetthaltigen und damit eher schwer verdaulichen Lebensmitteln. Um unsere Schönheit nicht zu vergessen: Thymian soll gut für die Haut sein und das Hautbild verfeinern bzw. Unreinheiten vorbeugen. Die Heilkraft können wir bei diesem gesunden Gewürz erneut dem enthaltenen ätherischen Öl “Thymol” zuschreiben. Das Gewürzkraut hat einen intensiven, leicht pfeffrigen und ebenso lieblichen Geschmack, den wir besonders zu herzhaften Gerichten empfehlen können.