Fastenwandern - neue Kraft für Körper und Seele tanken

Fastenwandern Fasten und Wandern Fastenwanderung

Das Fastenwandern ist die Kombination aus Fasten bzw. Heilfasten und Wandern. Es verbindet das Gefühl und Erlebnis den Körper sowie den Geist von Altlasten zu befreien und die Seele auf natürliche Weise zu reinigen. Hierbei geht es nicht darum sich mit einer sportlichen Höchstleistung zu quälen, ganz im Gegenteil. Der Körper entschlackt durch den Verzicht auf feste Nahrung und die frische Luft beim Wandern sorgt für bessere Laune - das hilft dem Körper sich zu regenerieren. Viele, die selbst bereits eine Fastenwanderung hinter sich haben, sind sogar davon überzeugt, dass Fastenwandern DAS Heilmittel schlechthin für moderne Zivilisationskrankheiten (Burnout/Stress, Übergewicht, Bluthochdruck) ist.

Wie Fastenwandern funktioniert

Der Körper stellt beim Fastenwandern den Stoffwechsel um: Er weiß, dass er jetzt so wenig Energie wie möglich verbrauchen darf. Der Blutdruck sinkt und der Körper entwässert. Hat man bereits ein paar Fastentage hinter sich, schüttet der Körper durch die zusätzliche Bewegung vermehrt Serotonin (Glückshormon) aus und man fühlt sich automatisch besser und gelassener. Die Bewegung an der frischen Luft unterstützt bzw. verstärkt den positiven Fasten-Effekt zusätzlich im Vergleich zum gewöhnlichen Heilfasten. Fasten Wandern stabilisiert den Kreislauf und kurbelt den sogenannten Hungerstoffwechsel an, wodurch ganz nebenbei auch ein paar Kilos purzeln. Ähnlich wie beim Intervallfasten, nutzt der Körper die Auszeit von der Nahrungsaufnahme, um Magen und Darm vom alltäglichen Ballast zu befreien. Mehr zum Thema Intervallfasten erfahrt ihr in unserem Beitrag: Intervallfasten - so geht fasten richtig

Welche positiven Folgen Fastenwandern hat

Fastenwanderungen können helfen mehr auf die innere Stimme zu hören, intuitiver zu Denken und sogar dazu beitragen sich komplett neu zu orientieren. Diese natürliche Methode - Fasten und Wandern zum gleichen Zeitpunkt - gibt den Sinnen, dem Körper und dem Gemüt die Gelegenheit herunterfahren und neue Kraft zu tanken. Durch Fasten entschlacken wir den Körper, Entgiften und mildern körperliche Beschwerden. Das Wandern in der Natur macht den Kopf frei, frische Luft sorgt für neue Energie. Der Darm reinigt sich, die Organe können sich erholen und das Immunsystem wird nachhaltig gestärkt.

Wie das Fastenwandern gelingt

Wir raten euch Fastenwandern in einer Gruppe auszuprobieren, denn durch Teamgeist wächst man über sich hinaus und kann sich in schwachen Momenten gegenseitig helfen. Mit dabei sollte eine erfahrene Person sein, die euch mit Tipps unterstützen kann. Setzt euch außerdem ein persönliches Ziel in Bezug Dauer oder Länge der Strecke eurer Fastenwanderung. Das hilft euch den ganz persönlichen Meilenstein zu erreichen. Mit einem Ziel vor Augen hält man in den meisten Fällen besser durch, sollte es zwischendurch einen schweren Anstieg geben oder ein Hungergefühl aufkommen.

Apropos Hunger. Als Proviant ist in der Regel ausschließlich Wasser oder ungesüßter Tee erlaubt. Startet eure Fastenkur am besten ein paar Tage vorher und stellt den Körper langsam, beispielsweise mit leicht verdaulichen Obst und Gemüse, auf die Fastenzeit ein. Diese zwei Formen des Fastens könnt ihr beim Fasten und Wandern anwenden:

  • Buchinger Fasten
    Für die perfekte Entgiftung des Körpers verzichtet man bei dieser Art des Fastens komplett auf feste Nahrung. Auch bekannt als “Fasten für Gesunde” von Otto Buchinger (Mitbegründer des Heilfastens).

  • Basenfasten
    Saisonales Obst und Gemüse sind erlaubt - der Körper entsäuert und der Säure-Basen-Haushalt reguliert sich. Die sanftere Methode für Neueinsteiger beim Fastenwandern

Wo Fastenwanderungen stattfinden

Fastenwandern Ostsee

Fasten Wandern an der Ostsee ist wie Urlaub für Körper und Seele. Die Ostsee bietet das volle Programm: Strand, Meer, Dünen und Wälder. Unternimmt man eine Fastenwanderung an der Ostsee wird man mit der Brise frischer Meeresluft belohnt und kann den Blick in die Ferne genießen. Der perfekte Ort seine Selbstheilungskräfte, durch die natürliche Reinigung von Körper und Geist, zu aktivieren. Die Ostseeküste, besser gesagt das Ostseeklima, ist bekannt für seine natürliche Heilungskraft und bietet die perfekten Grundvoraussetzungen für schöne Fastenwanderungen. Oft bieten Bio-Hotels Fastenwanderungen nach Buchinger an, die mehr und mehr an Beliebtheit gewinnen. Ostsee Fasten Wandern steht für Entschlacken, Entgiften und Entspannen.

Wir können euch aus Erfahrung ein paar tolle Orte empfehlen:

  • Fastenwanderungen auf der Ostseeinsel Usedom
  • Fasten Wandern bei Rostock an der Ostsee
  • Fastenwandern in Warnemünde, direkt an der Ostsee
  • Wandern und Fasten auf Rügen an der Ostseeküste
  • Yoga, Fasten und Wandern in Ralswiek
  • Wanderungen durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
  • Ostseebad Markgrafenheide in der Rostocker Heide

Fastenwandern Schwarzwald

Der Schwarzwald ist eine Gebirgsregion im Südwesten Deutschlands, die an Frankreich grenzt. Bekannt für malerische Kulisse der weit ausgedehnten Nadelwälder, lädt der Schwarzwald zum Fastenwandern ein. Fastenwandern im Schwarzwald bringt Körper und Natur in Einklang: Ruhige Wälder mit tollen Wanderwegen sorgen für Entspannung und wunderschöne Wasserfälle lassen die Zeit still stehen. Die Kombination aus Wandern und Fasten im Schwarzwald stärkt das Immunsystem nachweislich und sorgt für ein Hochgefühl. Urige Hotels im und um den Wald herum bieten ein zusätzliches Verwöhnprogramm während dem Aufenthalt der Fastenwochen. Natur genießen und den Körper auf gesunde Art reinigen, hier ist das möglich:

  • Fastenwandern im Kurort Bad Herrenalb (Nordschwarzwald)
  • Typgerechtes Fastenwandern im Fastenzentrum Birkhalde am Rand des Schwarzwalds
  • Fastenwanderung im Luftkurort Herrischried, direkt am Schwarzwald und umgeben von Mooren und Wiesen
  • Fasten Wandern im Simonswäldertal im Schwarzwald (nordöstlich von Freiburg)
  • Fastenwoche im ruhigen Örtchen Hinterzarten, mitten im Schwarzwald
  • Der Genießer-Pfad auf dem Schönwälder “Heilklima-Steig” zum Fastenwandern im Schwarzwald

Für wen Fasten und Wandern nicht geeignet ist

Grundsätzlich gilt: Wer sich bereits fit fühlt, kann sich an eine Fastenwanderung wagen. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die von dieser Art der Selbstreinigung absehen sollten:

  • Kinder (unter 10 Jahre)
  • Diabetiker, Typ 1
  • Schwangere oder stillende Frauen
  • Menschen mit Durchblutungsstörungen im Gehirn, Schilddrüsenüberfunktion oder Blutungsneigung (sog. Bluter)

Woher stammt die Idee vom Fasten Wandern?

Der gute alte Mahatma Gandhi hat bereits 1946 einen dreitägigen Fußmarsch durch die Hitze Indiens unternommen. Sein einziger Proviant waren Zitronenwasser und Honig (Honigfasten ist übrigens auch ein neuer Trend). Der Schwede Dr. Lennart Edrén hat 1953 mit einem Selbstversuch - täglich 50km wandern - bewiesen wie ungefährlich und positiv Fastenwandern sich auf uns auswirkt. Schon ein Jahr später hat er einen 500 km langen Fastenmarsch von Göteborg nach Stockholm zurückgelegt. Ein weiterer bekannter Wegbereiter der Fastenwandern-Bewegung in Europa ist zudem der Vegetarier Dr. Edrén, der den langen Marsch ca. 10 Jahre später mit 20 weiteren Anhängern wiederholte. In Deutschland hat Christoph Michl (Theologe, Soziologe, Politologe) das Fastenwandern aufgegriffen und mit den “Hungermärschen” die Aufmerksamkeit bei Friedens- und Umweltbewegungen auf sich gezogen. Inzwischen begeben sich über das Jahr verteilt Zehntausende auf Fastenwanderungen - Tendenz steigend!

Unser Fazit

Den Körper und die Seele natürlich reinigen - klingt wie Erholung pur. Ist es auch. Doch der Weg dorthin ist nicht zu unterschätzen. Wir haben es selbst probiert und müssen zugeben, dass der erste Versuch Fasten und Wandern zu vereinen, nicht ganz so einfach war. Man muss sich wirklich darauf einlassen, den Alltag für einen Moment zu vergessen und sich voll und ganz auf sich selbst zu konzentrieren. Am zweiten Tag unserer Fastenwanderung ging das schon viel leichter - Handy aus, Kopf aus und Fußmarsch an! Erstaunlicherweise war das Hungergefühl bereits am zweiten Wandertag verflogen und die Strecke durch den Wald lief sich wie von selbst. Uns hat es geholfen den Proviant (Wasser) mit etwas Honig zu strecken, als kleine Belohnung. Das Fastenwandern hat uns positiv überrascht, denn bereits nach 3 Tagen fühlten wir uns viel entspannter und fitter als zuvor. Am Anfang muss man es nicht gleich übertreiben und sich lieber langsam an diese Methode heranwagen und so vorsichtig seine körperlichen Möglichkeiten austesten. Eine außergewöhnliche Erfahrung, die wir jedem empfehlen können. Nächstes Mal wagen wir uns an einen 5 Tages-Marsch. Probiert es auch und ihr werdet erstaunt sein, zu was euer Körper & Geist fähig sind 😊