Vegane Milch – gesunde Alternativen

Drink yourself happy! Milchalternativen sind grade voll im Trend – und noch dazu total lecker! Ob Hafer-Cappuccino, Müsli mit Sojamilch oder andere leckere Drinks – in fast jedem Café bekommt man im Moment Milchalternativen geboten. Kein Wunder, denn die Anzahl der Vegetarier und Veganer steigt kontinuierlich! Und auch für Allergiker bieten Milchalternativen tolle Geschmäcker. Was die Vorteile von veganer Milch ist und welche es überhaupt gibt, erfährst du hier!

Good to know:

Wusstest du, dass pflanzliche Milchalternativen nicht offiziell Milch genannt werden dürfen? Tatsächlich ist die Bezeichnung rein für tierische Produkte reserviert. Deswegen finden wir im Supermarkt auch nur „Oatly“, Sojadrink und co.!

Welche Vor- und Nachteile hat vegane Milch?

Sowohl pflanzliche Milch, als auch Kuhmilch haben einige tolle Vorteile. Ob Kuh- oder Pflanzenmilch – am Ende ist es jedoch immer eine Geschmacks- oder Einstellungssache! Entscheide selbst und probiere verschiede Sorten aus, nur du kannst entscheiden was dir schmeckt. Trotzdem wollen wir erstmal auf die Vorteile von veganer Milch eingehen, denn sie sind einfach zu gut um wahr zu sein. Und doch sind sie es! Pflanzliche Milchalternativen produzieren, im Gegensatz zu Kuhmilch, bei ihrer Herstellung viel weniger CO2. Wenn du dich für die Umwelt einsetzt, solltest du das auf jeden Fall beachten, denn in der Landwirtschaft wird bis zu 3-mal weniger CO2 bei der Herstellung von z.B. Soja- oder Mandelmilch ausgestoßen, als bei Kuhmilch. Wenn wir nun schon bei der Produktion sind, sollte auch noch das Thema Tierleid aufgegriffen werden. In einigen Großbetrieben müssen Kühe nämlich unter engen Ställen und extrem schlechten Bedingungen leiden. Hier sollte man auf jeden Fall auf Bio-Herstellung achten, besser ist dabei eben die pflanzliche Produktion, denn hier sind gar keine Lebewesen von Leid betroffen.

Ein weiterer Faktor der beim Vergleich von veganer Milch und „echter“ Milch nicht fehlen darf ist die Gesundheit. Als Kind wurde einem immer gesagt, dass Milch einen groß und stark macht, dank des hohen Calcium-Gehalts. Das ist im Prinzip auch so, denn Milch hat in der Tat einen hohem Calcium-Gehalt und Calcium trägt auch zum Knochenbau bei, jedoch gibt es viele Lebensmittel, die ebenfalls einen tollen Calcium-Gehalt aufweisen können und somit auch den Bedarf decken können. Hierbei gibt es auch viele pflanzliche Quellen, wie Grünkohl oder Champignons mit bis zu 200mg Calcium auf 100g Produkt. Aber trotzdem muss gesagt werden: ein wahnsinniger Calcium-Lieferant, den nichts schlagen kann, ist der aus der Kuhmilch stammende Käse mit bis zu 800mg auf 100g. Auch leckerer Joghurt enthält einen guten Gehalt von bis zu 200mg auf 100g.

Das heißt aber trotzdem: es muss nicht immer Milch sein. Veganer bekommen also keinen Calcium-Mangel nur weil sie keine Milch trinken, sondern können ihren Bedarf auch pflanzlich decken.

Nun aber zu den weiteren Gesundheitsfaktoren veganer Milchalternativen, denn diese haben auch gesundheitliche Vorteile! Dazu stellen wir jetzt alle Drinks und ihre Vorteile vor:

Welche Varianten von veganer Milch gibt es?

Bei Milchalternativen gibt es verschiedene Erzeugnisse aus pflanzlichen Zutaten. Einige sind sehr bekannt und beliebt und andere müssen vielleicht noch vom ein oder anderen probiert werden, damit sie an Ansehen gewinnen. Interessante Newcomer und traditionelle Alteingesessene findest du jetzt im Überblick:

Süßes Getreide: Haferdrink

Die vermutlich beliebteste Milchalternative für alle Koffeinliebhaber. Der Haferdrink wird aus Getreide, genau gesagt Hafer, hergestellt, er hat einen süßen Geschmack und ist besonders gesund und kann am besten im Kaffee oder im Müsli verwendet werden. Der Haferdrink ist von Natur aus süß, da sich bei dem Verarbeitungsprozess die Getreidestärke in Zucker umwandelt. Hafermilch wird von vielen als die Nonplusultra-Alternative angepriesen. Ein Grund dafür ist zum einen, dass es eine besonders gute Ökobilanz hat, weil Hafer auch in Deutschland wächst. In der Barista-Version lässt sich die Hafermilch gut aufschäumen und eignet sich für Milchkaffee-Liebhaber. Die Alternative hat zwar weniger Fett als klassische Milch, dafür mangelt es ihr aber auch an Eiweiß und Calcium. Eine hohe Menge Ballaststoffe machen den Haferdrink besonders für Diabetiker ansprechend, da die Ballaststoffe lange satt halten und den Cholesterinspiegel senken.

Fein und nussig: Mandelmilch

Lecker im Müsli oder süße Note im Kaffee: Mandelmilch ist ein Allrounder, wenn es um die gewisse Süße geht! Auch eignet sie sich super zum Backen oder für Süßspeisen. Mandelmilch gibt es für verschiedene Geschmäcker mit gerösteten Mandeln, ungerösteten Mandeln, mit Süße oder ohne oder auch mit Vanille-Geschmack! Die Cherry-on-top: Menschen, die Gluten nicht vertragen, können sich glücklich schätzen, denn im Gegensatz zum Haferdrink hat der Mandeldrink kein Gluten. Wie die Hafermilch hat auch sie wenig Fett, aber leider auch kaum Eiweiß und Calcium. Die Milch besteht oft nur zu 2-7 Prozent aus Mandeln, der Rest ist Wasser. Ist zwar eine kalorienarme Variante, aber das ist auch der Grund, weshalb sie sehr wässrig im Geschmack ist und kaum Nährstoffe hat. Wenn man der Umwelt etwas Gutes tun will, sollte man darauf achten, dass die Mandeln aus Europa importiert werden und nicht aus Anbauplantagen wie Kalifornien. Dann ist der Mandeldrink eine echt leckere und ökologische Milchalternative!

Neutraler Klassiker: Sojamilch

Leicht erdiger Geschmack mit hohem Proteingehalt: Lange galt Soja als die einzige pflanzliche Milchalternative. In den letzten Jahren stand die Sojaproduktion und ihre bedenklichen Inhaltsstoffe aber immer mehr in der Kritik. Zudem reagieren sehr viele Menschen allergische auf Soja. Trotzdem ist die Sojamilch für viele Menschen noch ein echter Klassiker. Sehr neutraler Geschmack macht die Milchalternative zu einem Allrounder für viele Backrezepte, Kaffeevariationen oder Kochexperimente. Sojabohnen sind reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die als gesund für unser Herz-Kreislauf-System gelten. Außerdem enthält die Sojamilch einige wichtige Vitamine.

Allergenarm: Reismilch

Für Menschen mit Laktoseintoleranz, Nussallergie, Glutenunverträglichkeit oder Sojaallergie – Reismilch ist perfekt geeignet! Sie ist sehr allergenarm, schmeckt leicht süßlich bis neutral und ist bei vielen Verbrauchern deshalb beliebt. Als Austausch zu Kuhmilch ist die Reismilch in vielen Rezepten vertreten. Der einzige „Nachteil“: bei der Produktion ist die Reismilch eine der höchsten CO2- Erzeuger der veganen Milchsorten. Trotzdem noch lange nicht so viel wie bei herkömmlicher Kuhmilch.

Exotisch: Kokosdrink

Nicht Kokosmilch und auch nicht Kokoswasser: Kokosdrinks. Kokosdrinks enthalten weniger als 10% Kokosmilch und eignen sich eher als Getränk bzw. Milchalternative. Trotzdem schmecken sie leicht exotisch und tropisch, also echt ziemlich lecker! Wer den leichten Kokosgeschmack mag ist mit dem Kokosdrink richtig beraten.

Andere vegane Milchalternativen: Nüsse, Lupinen, Hanf und Erbsen

  • Nussdrinks sind sehr nussig und haben einen intensiven Geschmack. Wenn du Nussaroma magst und nichts gegen die Süße des Drinks hast, solltest du den Drink auf jeden Fall mal ausprobieren!
  • Lupinen- und Hanfdrinks weisen einen sehr hohen Eiweißgehalt auf, weshalb sie gerade für Fitnessstudio-Liebhaber gut geeignet sind. Leider sind diese Drinks noch relativ schwer zu bekommen, da es nicht viele Hersteller gibt. Trotzdem steigt ihre Beliebtheit so langsam an!
  • Der Newcomer unter der veganen Milch ist der Erbsendrink. Nein, der Drink schmeckt nicht nach Omas deftigen Erbsen! Er wird nicht etwa aus grünen, sonders aus gelben Erbsen gewonnen und ähnelt der normalen Milch ziemlich stark in Konsistenz und Aussehen. Anders als die anderen Milchalternativen, enthält dieser besonders viele Proteine und ist zudem reich an Vitamin A, D und Eisen. Jedoch gibt es hier wieder dasselbe Problem: wenige Firmen stellen die Milch her.

Ist vegane Milch gesünder als Kuhmilch?

Auf klassische Milchprodukte zu verzichten hat einige Vorteile, wenn es um Umwelt und Tierleid geht. Da das für Veganer meist ausschlaggebend ist, sind Pflanzendrinks leckere Alternativen zu herkömmlicher Kuhmilch. Gesundheitliche Vorteile hat die Kuhmilch dennoch mit ihrem hohem Calcium-Gehalt, besonders in Käse. Diesen Gehalt anderweitig abzudecken ist auf jeden Fall möglich, trotzdem können die Pflanzendrinks da nicht mithalten. Einige Drinks beinhalten gesunde Nährstoffe oder Proteine, aufpassen sollte man jedoch, dass man die richtigen Drinks erwischt, die keine ungesunden Zusatzstoffe enthalten. Auch bei Laktoseintoleranz sind vegane Milchdrinks eine tolle Alternative zu echter Milch, da die Milchdrinks keine Laktose enthalten. Am Ende hilft nur eins: probieren geht über studieren!